La Flor de Cano Zigarren gehörten einst zu den meistverkauften Havanna-Zigarren. Heute ist sie meist nur noch Kennern ein Begriff. Es ist trotzdem eine Geschichte des Erfolges, denn es zeigt die Entwicklung einer Marke, die durch ihre moderne Maschinenproduktion bekannt wurde. Gleichzeitig dokumentieren sie den Wandel vom traditionsreichen Familienunternehmen zum heutigen, deutlich kleineren Habanos-Sortiment.
Geschichte
Die Geschichte der La Flor de Cano Zigarren reicht bis ins Jahr 1884 zurück. Ihren eigentlichen Aufstieg erlebte die Marke jedoch erst in den 1930er-Jahren unter Juan Cano Sainz, der aus einer kleinen Zigarrenwerkstatt eines der modernsten Produktionsunternehmen Kubas entwickelte. Während viele Habanos ausschließlich auf handgefertigte Premiumzigarren setzten, kombinierte La Flor de Cano traditionelle Handarbeit mit moderner Maschinenfertigung und erschloss damit neue Käuferschichten.
Die frühere Vista der Marke La Flor de Cano, relativ modern und schlicht gehalten. (Quelle: Min Ron Nee: “AN ILLUSTRATED ENCYCLOPAEDIA OF POST-REVOLUTION HAVANA CIGARS”, Hong Kong 2003, ISBN: 978-3980930826)
Ein Logo der Marke La Flor de Cano, wie es auch heute noch verwendet wird. (Quelle: Enzo A. Infante: “Havana Cigars 1817-1960”, Neptune City 1997)
Das Portfolio der Marke La Flor de Cano bestand einstmals sowohl aus hand- wie auch maschinengefertigten Zigarren. (Quelle: Min Ron Nee: “AN ILLUSTRATED ENCYCLOPAEDIA OF POST-REVOLUTION HAVANA CIGARS”, Hong Kong 2003, ISBN: 978-3980930826)
Die Marke La Flor de Cano hat vor allem in Großbritannien einen Namen: Während des Zweiten Weltkrieges bezog das Militär große Mengen dieser Zigarren. Ein Ruf hat sich erhalten. (Quelle: Min Ron Nee: “AN ILLUSTRATED ENCYCLOPAEDIA OF POST-REVOLUTION HAVANA CIGARS”, Hong Kong 2003, ISBN: 978-3980930826)
Eine Kiste der Marke La Flor de Cano wahrscheinlich aus den 1940er Jahren. (Quelle: Min Ron Nee: “AN ILLUSTRATED ENCYCLOPAEDIA OF POST-REVOLUTION HAVANA CIGARS”, Hong Kong 2003, ISBN: 978-3980930826)
Der Zigarrenring der La Flor de Cano mit dem charakteristischen J und C für Juan und Cano.
Manufakturen der Marke Flor de Cano 1/6: Die erste Adresse der Marke La Flor de Cano auf der Calle Rayo No.66 unter der Führung der Gebrüder Cano; ab etwa 1884. Bis wann die Zigarren dort gefertigt wurden, ist unklar.
Manufakturen der Marke Flor de Cano 2/6: Auf der Calle Manrique (Stadtteil Centro Habana) befand sich eine Manufaktur auf jeden Fall ab den 1930er Jahren.
Manufakturen der Marke Flor de Cano 3/6: Juan Cano Sainz hatte sowohl sein Wohnhaus mit dem ersten Chinchal wie auch später eine Manufaktur auf der Calle Bernaza in Havannas Altstadt.
Manufakturen der Marke Flor de Cano 4/6: Größere Produktionskapazitäten konnten auf der Calle Figuras No.109 ab den 1940er Jahren geschaffen werden.
Manufakturen der Marke Flor de Cano 5/6: Auf der Calle San Gabriel No.301 (Stadtteil Vibora, etwas weiter draußen) wurde eine weitere große Produktionsstätte eingerichtet.
Manufakturen der Marke Flor de Cano 6/6: Nach der Revolution, in den späteren 1960er Jahren, wurde die Produktion der Zigarren in die damalige „El Rey del Mundo-Fabrik“ auf der Calle Belascoain No. 852 verlegt (spätere Romeo-Fabrik, heute H.Upmann).