Bolívar Geschichte – Kraftvolle Ikone der Habanos-Welt mit spannender Geschichte
Bolívar Geschichte/ Bolívar Zigarren gehören zu den stärksten und aromatischsten Habanos und stehen symbolisch für Freiheit und Stärke.
Inhaltsverzeichnis

Edición Limitadas der Marke Bolívar hat es schon mehrere gegeben, diese ist aus dem Jahr 2014.
Bolívar Zigarren – Ursprung, Mythos und Realität
Bolívar Zigarren stehen für Kraft, Charakter und eine solide Herkunft. Die Marke geht auf José Fernandez Rocha zurück, der etwa um 1900/1901 mit der Zigarrenproduktion begann. Offiziell wurde die Marke jedoch erst 1921 unter dem Namen „J.F. Rocha y Cía“ registriert.
Die Frage nach dem tatsächlichen Gründungsjahr bleibt bis heute offen. Eine Theorie besagt, dass bereits 1901 der Name Bolívar bewusst gewählt wurde, um den Unabhängigkeitsgedanken auf Kuba zu spiegeln. Eine andere Version behauptet, dass Don Rocha den Namen verwendete, ohne den historischen Hintergrund und die Taten Símón Bolívars wirklich zu kennen.

Simón Bolívar, El Libertador, der Befreier Süd- oder Lateinamerikas. Durch seine Abbildung auf den Zigarrenkisten ist er auch heute noch präsent.
Der Name selbst geht auf Simón Bolívar zurück, den legendären Freiheitskämpfer Südamerikas. Seine militärischen Erfolge führten zur Unabhängigkeit mehrerer Staaten, darunter Venezuela, Kolumbien und Peru. Diese historische Figur prägt bis heute das Selbstverständnis der Marke.
Was sind Bolívar Zigarren?
Bolívar Zigarren sind kubanische Premium-Zigarren mit besonders kräftigem Geschmacksprofil und hoher aromatischer Dichte.
Warum sind Bolívar Zigarren besonders?
Bolívar Zigarren zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Ligero-Tabak aus, der für ihre markante Stärke verantwortlich ist.

Auch für Sonderserien für die „La Casa del Habano“ wird die Marke Bolívar gerne genutzt.
Einordnung in die Habanos-Welt
Innerhalb der Habanos gelten Bolívar Zigarren als eine der intensivsten Marken und werden vor allem von erfahrenen Aficionados geschätzt.
In illustrer Umgebung – Die frühen Jahre
Die Produktion der Marke erfolgte ursprünglich in Havanna, in der Calle San Miguel im Stadtteil Centro Habana. Diese Strasse war ein Zentrum der Zigarrenindustrie und beherbergte zahlreiche Manufakturen, darunter auch frühe Standorte von Por Larrañaga, Partagás und H. Upmann.

Der erste Firmensitz der Marke Bolívar befand sich auf der Calle San Miguel No. 100. Auch die Marken Por Larrañaga, Partagás und H. Upmann hatten ihren ersten eingetragenen Firmensitz auf dieser Straße. Im Laufe der Jahre gab es hier mehr als 20 verschiedene Manufakturen, allerdings in der Regel kleinere.
Trotz der starken lokalen Präsenz blieb Bolívar bis in die 1940er Jahre hinein vor allem eine nationale Marke und spielte im Export kaum eine Rolle.
Der Wendepunkt – Partagás-Inhaber Cifuentes übernimmt
Nach dem Tod von José Fernandez Rocha wurden die Marken Bolívar und La Gloria Cubana von der Cifuentes-Familie übernommen. Eine Quelle gibt das Jahr 1944 an, wahrscheinlicher ist aber 1954.
Mit diesem Schritt begann der internationale Aufstieg der Marke. Die Produktion wurde in die renommierte Partagás-Manufaktur verlegt, was entscheidend zur Qualitätswahrnehmung beitrug.
Bereits in den späten 1950er Jahren hatte sich Bolívar weltweit einen hervorragenden Ruf erarbeitet – ein Resultat des geschäftlichen Geschicks der neuen Eigentümer.

Wahrscheinlich 1954 kaufte die Cifuentes-Familie, damals Besitzer der Marke Partagás, die Marke Bolívar. Die Fabrik befand sich direkt hinter dem Capitol auf der Calle Industria No. 520.
Nach der Revolution – Kontinuität und Wandel
Auch nach der kubanischen Revolution blieb Bolívar eine etablierte Marke. Die Produktion wurde ohne Unterbrechung fortgesetzt. Besonders in Grossbritannien entwickelte sich eine treue Anhängerschaft.
In den 1970er Jahren wurden einige Formate des bis dahin sehr umfangreichen Portfolios eingestellt. Seit 1995 zeigen gewisse Formate eine leichte geschmackliche Milderung, ohne jedoch den charakteristischen Stil der Marke zu verlieren.

Die Bolívar Belicosos Finos, eine Piramide mit 52 Ringmaß und 140 mm Länge, gehört mit zu den absoluten Klassikern der Marke.
Die DNA von Bolívar Zigarren
Die Stärke der Bolívar Zigarren basiert auf ihrer Tabakmischung aus der Region Vuelta Abajo. Ein hoher Anteil an Ligero sorgt für Tiefe, Kraft und eine ausgeprägte aromatische Struktur.
Diese Mischung macht die Zigarren zu einer bevorzugten Wahl für erfahrene Raucher, die intensive Geschmacksprofile suchen.

Von der Marke Bolívar gibt es eine ganze Reihe von Sondereditionen, wie diese Reserva von 2016; aber auch für eine Edición Regional, bisher schon mehr als 30 mal, wird die Marke Bolívar gern genommen.
Produktion heute
Die Produktion erfolgt weiterhin in der Partagás-Manufaktur, die sich heute auf der Calle San Carlos No. 816 in Havanna befindet. Die ursprüngliche Fabrik hinter dem Capitol wurde 2012 aus bautechnischen Gründen geschlossen.

Seit 2012 werden die Zigarren der Marke Bolívar in der auch heute noch aktuellen Partagás-Fabrik auf der Calle San Carlos No. 816 gefertigt.
Fakten zu Bolívar Zigarren
- Einführung: offiziell 1921
- Besonderheit: sehr kräftige Mischung mit hohem Ligero-Anteil
- Konzept: Hommage an Simón Bolívar und seine Stärke
- Produktion: Partagás-Manufaktur in Havanna
Auf den Punkt gebracht
Bolívar Zigarren sind kompromisslos kräftige Habanos mit historischer Tiefe und einer klaren Ausrichtung auf erfahrene Aficionados.

Edición Limitadas der Marke Bolívar hat es schon mehrere gegeben, diese ist aus dem Jahr 2014.
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Bildnachweis
- Claudia Puszkar
- Habanos S.A.
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Bei Origin Of Cigar: THE PLEASURE LETTER von Origin Of Cigar: Eine kuratierte eMail, der die feinen Genüsse der kubanischen Zigarrenkultur zelebriert.
Historische Habanos-Manufakturen Dokumentarfilm
In diesem Film werden ihre Geschichten – und ihre wahren Gesichter – kompromisslos enthüllt. Das ist weit mehr als nur ein Dokumentarfilm – er ist eine Reise in die Seele Kubas.

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Quellenangaben
- Min Ron Nee:
- “AN ILLUSTRATED ENCYCLOPAEDIA OF POST-REVOLUTION HAVANA CIGARS” / Hong Kong 2003, ISBN: 978-3980930826
- Orlando Quiroga: “El Habano al rojo vivo”, Havanna 2002
- Instituto de Investigaciones del Tabaco Kuba:
- „Die Welt der Habanos“ / Havanna 2013, ISBN: 978-959-7212-08-9
- Adriano Martínez Rius:
- “Habano the King” / Barcelona 1998, ISBN: 84-930387-1-7
- Adriano Martinez Rius:
- “The Great Habano Factories” / Barcelona 2005, ISBN: 84-609-4024-1
- Orlando Quiroga:
- “El Habano al rojo vivo” / Havanna 2002
- Enzo A. Infante:
- “Havana Cigars 1817-1960” / Neptune City 1997
- Eumelio Espino:
- “El Habano – De la semilla al puro en 539 pasos” / Madrid 2019, ISBN: 978-84-09-07091-6
- Alexander Groom:
- “El Habano Moderno” / Helios House Press 2022, ISBN: 978-911683-05-6
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