Montecristo Geschichte – eine faszinierende Erfolgssaga voller Stil und Präzision
Die Montecristo Geschichte ist geprägt von Stil, Planung und bestem Tabak. Obwohl sie jünger ist als viele andere kubanische Marken, gilt sie als Inbegriff für Eleganz, Wissen und handwerkliche Perfektion. Der Erfolg kam nicht von ungefähr – er war das Ergebnis von Vision, Geduld und klarer Strategie.
Inhaltsverzeichnis
Die Gründer Alonso Menéndez und Pepe Garcia
Hinter der Montecristo Geschichte stehen zwei Namen: Alonso Menéndez und Pepe Garcia. Anders als viele ihrer Zeitgenossen – etwa Jaime Partagás, José Gener oder Ramón Allones – waren sie Unternehmer mit Weitsicht und einem makellosen Ruf.
Alonso Menéndez stammte aus einer wohlhabenden spanischen Familie, die mit Öl, Rum und pharmazeutischen Produkten handelte. Durch seine Erfahrungen im Tabakgeschäft in New York und Florida kannte er die Branche genau. Gemeinsam mit dem Tabakspezialisten Pepe Garcia hatte er ein Ziel: Zigarren von höchster Qualität zu schaffen – luxuriös, perfekt verarbeitet und elegant präsentiert.
Zwischen 1923 und 1935 nahmen sie sich über ein Jahrzehnt Zeit, um ihr Projekt zu verwirklichen – die Grundlage der Montecristo Geschichte, die bis heute fasziniert.

Der gelbe Hintergrund, davor das schlichte Logo in mattem Gold und Rot. Als das Logo entworfen wurde, war das ein Novum. Die Logos der anderen Marken waren reich bebildert, mit viel Gold und sehr üppig.
Zeit des Aufbruchs
Die 1930er-Jahre waren eine Phase des Umbruchs. Nach der Weltwirtschaftskrise suchte die Welt nach neuen Symbolen von Qualität und Stil. In dieser Atmosphäre schufen Menéndez und Garcia eine Marke, die durch Schlichtheit und Eleganz bestach. Das Logo mit den sechs gekreuzten Degen und der Lilie in der Mitte wurde zu einem Symbol für Handwerkskunst und Noblesse – ein fester Bestandteil der Montecristo Geschichte.

Schlicht und elegant: sechs gekreuzte Schwerter, in der Mitte die Lilie.
Die Anfänge auf der Calle 23
Alles begann, als die Gründer in den frühen 1930er-Jahren die Marken Byron und Particulares übernahmen – zusammen mit einer Fabrik auf der Calle 23 in Havanna. Sie wussten, dass der Zugang zu erfahrenen Torcedores und den richtigen Einrichtungen entscheidend war.
Das Gebäude war bereits seit 1927 als Zigarrenfabrik bekannt und wurde bald zur Geburtsstätte der Marke Montecristo. 1935 erfolgte die offizielle Registrierung – der Beginn einer neuen Ära in der Montecristo Geschichte.

Aus dieser Fabrik auf der Calle 23 kommen 1935 die allerersten Montecristo. Damals war dies noch die Particulares-Fabrik. Menendez und Garcia hatten diese gerade gekauft. Von 2003 bis 2011 wurden sowohl die H.Upmann wie auch die Montecristo (noch mal) hier gefertigt.
Der Name Montecristo – zwei Versionen
Es gibt zwei überlieferte Erzählungen zur Namensgebung. Die erste besagt, dass die Vorleser der Fabrik von Alexandre Dumas’ Roman Der Graf von Montecristo so begeistert waren, dass sie sich für diesen Namen aussprachen. Schon vor der offiziellen Registrierung existierten Zigarren, die vermutlich noch namenlos waren, doch bald den Namen Montecristo trugen.
Die zweite Version berichtet von einer Reise der Familie Menéndez ins Baskenland. Beim Blick vom Berg Altube und einem Getränk namens Lácrima Christi rief Alonso Menéndez begeistert: „Lácrima Christi!“ – das Echo antwortete: „Montecristo!“. Ob Legende oder Wahrheit – beide Geschichten verleihen der Montecristo Geschichte ihren besonderen Charme.

Die Marke Montecristo gehört zu den so genannten Global Brands der Habanos Marken.
Eine perfekte Kombination – Montecristo und H.Upmann
Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Mit finanzieller Unterstützung des Hauses Dunhill wurde die Marke international bekannt. 1937 übernahmen Menéndez und Garcia von der britischen Firma Frankau S.A. die Lizenz zur Herstellung der Marke H.Upmann – eine Partnerschaft, die den weiteren Verlauf der Montecristo Geschichte entscheidend prägte.
Von nun an wurden die Zigarren beider Marken zunächst in der Calle Virtudes No.609 gefertigt, doch bald war die Produktionsstätte zu klein. Schon 1944 erfolgte der Umzug in die Calle Amistad No.407, direkt neben der berühmten Partagás-Manufaktur und dem Capitol. Diese Fabrik blieb fast 60 Jahre lang das Herzstück der Montecristo Geschichte.

1944 wurde die Produktion der Montecristo Zigarren auf die Calle Amistad verlagert.
Revolution, Wandel und Kontinuität
Nach dem Sieg der kubanischen Revolution wurde die Zigarrenproduktion verstaatlicht, doch die Herstellung der Montecristo-Zigarren ging ununterbrochen weiter. Heute werden sie in der ehemaligen Romeo y Julieta-Manufaktur auf der Calle Belascoain No.852 gefertigt – die heute die H.Upmann-Manufaktur ist.

Seit 2011 werden die Montecristo in der H.Upmann-Fabrik auf der Calle Belascoain No.852 gefertigt.
Das Montecristo Portfolio
Ursprünglich gab es nur fünf Formate – Montecristo No.1 bis No.5. Doch die Montecristo Geschichte entwickelte sich weiter. Ab 1969, inspiriert von den Cohiba-Lanceros, kamen neue Formate hinzu: Especial No.1 bis No.3. Diese entsprachen den Cohiba-Formaten Laguito No.1 („Lanceros“), Laguito No.2 („Coronas Especiales“) und Laguito No.3 („Panetelas“).
Etwa 1971 ergänzte man das Sortiment um die Formate Montecristo A und Montecristo B, wobei Letztere heute nicht mehr produziert wird.

Die lange Jahre meistverkaufte Montecristo: die Montecristo No.4
Fazit – Montecristo bleibt ein Symbol für Perfektion
Die Montecristo Geschichte ist eine Erzählung über Mut, Geduld und den Glauben an Qualität. Von der Calle 23 über die Amistad bis zur Belascoain spiegelt sie die Entwicklung Kubas und seiner Zigarrenkultur wider.
Menéndez und Garcia schufen mehr als eine Marke – sie schufen ein Vermächtnis. Noch heute steht Montecristo für Stil, Balance und Perfektion – eine Legende, die in jeder Zigarre weiterlebt.

Die Zigarrenringe der Marke Montecristo haben in der Mitte, in Anlehnung an das Logo der Marke, eine goldene Lilie.
Hier finden Sie die Montecristo Manufaktur
Falls die Live-Mappe nicht funktioniert, klicken Sie bitte hier zur H.Upmann Manufaktur, in der die Montecristo produziert wird.
Bildnachweis
- Claudia Puszkar
- Foto Allonso Menéndez: Habano Magazin 1935. Gefunden auf Seite 261 deutsche Ausgabe (Jahr 2005, ISBN 3-9809308-1-5, Min Ron Nee, “AN ILLUSTRATED ENCYCLOPAEDIA OF POST-REVOLUTION HAVANA CIGARS” / Hong Kong 2003, ISBN: 978-3980930826
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Quellenangaben
- Min Ron Nee:
- “AN ILLUSTRATED ENCYCLOPAEDIA OF POST-REVOLUTION HAVANA CIGARS” / Hong Kong 2003, ISBN: 978-3980930826
- Orlando Quiroga: “El Habano al rojo vivo”, Havanna 2002
- Instituto de Investigaciones del Tabaco Kuba:
- „Die Welt der Habanos“ / Havanna 2013, ISBN: 978-959-7212-08-9
- Adriano Martínez Rius:
- “Habano the King” / Barcelona 1998, ISBN: 84-930387-1-7
- Adriano Martinez Rius:
- “The Great Habano Factories” / Barcelona 2005, ISBN: 84-609-4024-1
- Orlando Quiroga:
- “El Habano al rojo vivo” / Havanna 2002
- Enzo A. Infante:
- “Havana Cigars 1817-1960” / Neptune City 1997
- Eumelio Espino:
- “El Habano – De la semilla al puro en 539 pasos” / Madrid 2019, ISBN: 978-84-09-07091-6
- Alexander Groom:
- “El Habano Moderno” / Helios House Press 2022, ISBN: 978-911683-05-6
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